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5G-Standard

Netzausbau: 5G-Auktion um die Versteigerung der Frequenzblöcke

München, 20.03.2019 | 17:38 | mhr
Am 19. März ist der Startschuss für das Wettrennen um das schnellste Netz aller Zeiten gefallen. Drei etablierte Telekommunikationsanbieter und ein Newcomer bieten nun um die Frequenzblöcke für 5G. 
Mit 5G soll das Internet der Dinge Realität werden.
„5G ermöglicht Deutschland den Schritt in die digitale Zukunft. Es ist gut, dass die Versteigerung nun beginnt und wir damit den weiteren Ausbau der Mobilfunknetze in Deutschland fördern können.“ Mit diesen Worten eröffnete Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, die 5G-Frequenzauktion am Dienstagmorgen in Mainz. Die neue Frequenz verspricht eine bis zu 100 Mal schnellere Übertragungsrate als der Vorgänger 4G. Jetzt sind die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und erstmals auch Drillisch am Zug – sie wurden alle zu der Auktion zugelassen. Zwar sei eine Erlösmaximierung nicht das Ziel der Bundesnetzagentur. Allerdings sollten die Unternehmen jetzt zeigen, was ihnen die Frequenzen wert sind, so Homann. 

Mindestgebot: 104,6 Millionen Euro
Insgesamt werden 41 Frequenzblöcke versteigert. Für diese liegt das festgelegte Mindestgebot bei insgesamt 104,6 Millionen Euro. Ein Betrag, der am heutigen zweiten Auktionstag bereits deutlich überschritten wurde: Aktuell liegt die Summe der Gesamtgebote aus den 21 Gebotsrunden bei fast 382 Millionen Euro. 
Bei der letzten Auktion im Jahr 2015 lag die finale Summe der Höchstgebote nach 181 Gebotsrunden bei rund 5,1 Milliarden Euro. Wann die aktuelle Versteigerung endet und wie viel die vier Unternehmen insgesamt bieten werden, ist aktuell noch nicht absehbar.
Als im Jahr 2000 die UMTS-Frequenzen versteigert wurden, belief sich die vom Staat eingenommene Summe sogar auf umgerechnet ca. 50 Milliarden Euro - eine Zahl mit der dieses Mal nicht gerechnet wird. 

Eilanträge gegen Auflagen abgelehnt
Im Vorfeld der Auktion kritisierten die teilnehmenden Telekommunikationskonzerne allerdings die Ausbauauflagen der Bundesnetzagentur stark. Hierzu zählt beispielsweise, dass die erfolgreichen Bieter bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent aller Haushalte mit schnellen 100 Mbit/s versorgen müssen. Telefónica, Vodafone und die Deutsche Telekom reichten Eilanträge beim Bundesverwaltungsgericht in Köln ein, um die strengen Regeln zu verhindern. Diese wurden jedoch abgelehnt.

Manche Frequenzbereiche noch bis 2025 vergeben
Nicht alle erworbenen Frequenzen können umgehend von den vier Unternehmen in Anspruch genommen werden. In vorangegangenen Auktionen in den Jahren 2000 und 2010 wurden Frequenzen, die für die Umsetzung des neuen Mobilfunkstandards 5G notwendig sind, bereits zum Teil vergeben. Diese Bereiche können die Anbieter daher erst ab 2020 oder 2025 nutzen. Der Grund für den Entschluss der Bundesnetzagentur, diese Frequenzen dennoch zu versteigern, liegt in der Tatsache, dass die Nachfrage um ein Vielfaches höher ist als die derzeit verfügbaren Frequenzen. 

Höchste Sicherheitsvorkehrungen
Während der Auktion müssen strenge Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. So dürfen die Bietenden ihre Gebote nur in unterschiedlichen Räumen in einem autarken Versteigerungsnetzwerk abgeben. Auch Smartphones etwa mussten die Bietenden abgeben. Eine gesicherte Kommunikation mit den relevanten Akteuren in den Konzernzentralen ist jedoch verfügbar. 
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