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5G-Standard

Ende der 5G-Auktion: 1&1 Drillisch beendet das Wettbieten nach 13 Wochen

München, 19.06.2019 | 14:40 | mhr
Die längste Frequzenzversteigerung in der Geschichte der Bundesrepublik fand am 12. Juni bei rund 6,5 Milliarden Euro ein Ende. Welches Unternehmen am meisten zahlen muss und wie die Reaktionen auf die Auktion ausgefallen sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.  
Die Versteigerung der 5G-Frequenzblöcke kommt die Mobilfunkanbieter teuer zu stehen.
Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, gab sich sichtlich zufrieden mit dem Rekorderlös. „6,5 Milliarden Euro und vier erfolgreiche Bieter. Die Auktion war ein Erfolg“, teilt Homann in einer Pressemeldung mit. Das Wettbieten der vier Mobilfunkunternehmen, das bereits am 19. März begann, fand nach 497 Runden schließlich ein Ende, nachdem 1&1 Drillisch den Kampf um den letzten Frequenzblock aufgegeben hat. Die Tochterfirma von United Internet ersteigerte für insgesamt 1,07 Milliarden Euro sieben Blöcke, gefolgt von Telefónica mit neun Blöcken für 1,424 Milliarden Euro.

Deutsche Telekom zahlt fast 2,2 Milliarden Euro 
Wesentlich höher fielen die finalen Gebote von Vodafone und der Deutschen Telekom aus. Am teuersten kommt die Auktion die Deutsche Telekom mit rund 2,2 Milliarden Euro für 13 Blöcke zu stehen. Vodafone bezahlt für seine 12 Frequenzblöcke nun 1,87 Milliarden Euro. Dabei hätten die Bietenden Experten zufolge dasselbe Ergebnis bereits in Runde 111 zu einem Gesamterlös von 425 Millionen Euro erzielen können. Entsprechend fielen die Reaktionen der vier bietenden Unternehmen nicht so positiv wie die der Bundesnetzagentur aus. 

Mobilfunkbetreiber fordern Reinvestition in den 5G-Ausbau 
„Der Netzausbau in Deutschland hat einen deutlichen Dämpfer erhalten. Das Ergebnis hätte wesentlich günstiger ausfallen können,“ so Dirk Wössner, Vorstand der Deutschen Telekom. Auch Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter unterstrich die hohen Beträge, die die Auktion jeden der Mobilfunkbetreiber gekostet hat, und forderte die Politik und Telekommunikationsbranche auf, ein gemeinsames Reinvestitionsprogramms zu entwickeln. „Nur so schafft Deutschland das, was für eine digitale Zukunft neben 5G am nötigsten ist: das Schließen der letzten großen Funklöcher,“ sagt Ametsreiter. 
 
Telefónica legt 3-Punkte-Plan vor
Telefónica Deutschland legte dagegen bereits einen 3-Punkte-Plan zur Entwicklung des 4G- und 5G-Ausbaus vor. „Mit Abschluss der 5G-Auktion müssen Politik und Bundesnetzagentur nun umgehend weitere Weichen für einen effizienten 4G- und 5G-Ausbau stellen und bestehende Investitionshemmnisse aus dem Weg räumen“, erklärte Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland. Der 3-Punkte-Plan umfasst einerseits die Forderung nach der Verlängerung von bereits bestehenden Frequenzflächen im 700 bis 900 Megahertz-Bereich bis 2040. Außerdem schlägt der Mobilfunkkonzern vor, Kooperationen zwischen Netzbetreibern etwa bei der gemeinsamen Nutzung von Mobilfunkmasten oder der Anbindung von Standorten an Glasfaserleitungen möglich zu machen. Zu guter Letzt soll ein staatliches Förderungsprogramm für den Mobilfunkausbau in die Wege geleitet werden. Bis Handynutzer von der neuen 5G-Technologie profitieren können, dürfte aber noch einige Zeit vergehen. Dennoch sollen bereits dieses Jahr erste 5G-kompatible Smartphones auf den Markt kommen – zum Beispiel das Samsung Galaxy S10 5G. 
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