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Absatzeinbruch: Apple muss Vertragsstrafe an Samsung zahlen

München, 12.07.2019 | 15:30 | mhr
Offenbar schätzte Apple die Nachfrage nach den aktuellen iPhones zu hoch ein und bestellte bei Wettbewerber Samsung OLED-Screens in hoher Stückzahl, welche der US-Technikriese aber nicht vollständig abnahm. Die Südkoreaner blieben auf ihren vorproduzierten Smartphone-Bildschirmen sitzen. Die Folge: Eine saftige Ausgleichszahlung seitens Apple. 
Der kalifornische Technikriese zahlt eine stattliche Summe an Wettbewerber Samsung.
Nachdem der Verkauf der aktuellen iPhone-Geräte iPhone XS und XS Max seit dem Launch im September letzten Jahres nur schleppend verlief, betrifft Apples Verkaufsrückgang nun auch Samsung. Denn die Südkoreaner hatten für die aktuellen iPhones die dazu passenden OLED-Screens hergestellt, die Apple allerdings nicht alle verbauen konnte. Laut der Nachrichtenagentur Reuters leistete der Konzern mit dem Apfel-Logo deshalb eine saftige Strafzahlung von 685 Millionen US-Dollar an Samsung. Das entspricht umgerechnet ca. 600 Mio. Euro. 

Schwaches Quartal für Samsung trotz Apples Finanzspritze 
Trotz der enormen Erstattungssumme für die OLED-Displays haben die Südkoreaner ein schlechtes Quartal hinter sich. Besonders die Verkaufszahlen im Bereich Displays, Prozessoren und Speicherchips haben abgenommen. Der Gewinn des Galaxy-Herstellers sei im zweiten Quartal um satte 56 Prozent gesunken und auch die Einnahmen reduzierten sich um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hintergrund der finanziellen Einbrüche könnte unter anderem der Handelskonflikt zwischen der Volksrepublik China und den USA sein.

iPhone-Umsatz um 30,2 Prozent eingebrochen
Auch Apple verzeichnet sinkende Verkaufszahlen. So soll der Umsatz laut Konzernangaben aus Cupertino um 17,3 Prozent auf 31 Milliarden US-Dollar zurückgegangen sein. Laut Berichten des Analyseunternehmens IDC sei der weltweite iPhone-Umsatz trotz steigendem Stückpreis im Vergleich zum Vorjahr sogar um stolze 30,2 Prozent eingebrochen. Bei Samsung sei der Smartphoneumsatz lediglich um 8,1 Prozent zurückgegangen. 

Neue iPhone-Generation schürt Hoffnung
Hoffnung auf einen Umschwung gibt es aufgrund der im Herbst erwarteten neuen iPhone-Modelle. Im September soll Apple die neue iPhone-Generation mit den drei Modellen iPhone XI, XI Max und XR 2 auf den Markt bringen. Experten vermuten, dass alle drei Apple-Smartphones in ihrer Form und dem Design ihren Vorgängern stark ähneln und ebenfalls ein OLED-Display verbaut haben sollen. Ob diese wieder aus dem Hause Samsung stammen, ist noch unklar. 
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