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Microsoft: Das Smartphone ist tot

München, 05.05.2017 | 14:54 | bka
Zwar hat Microsoft seine Smartphone-Pläne noch nicht komplett aufgegeben. Laut Microsoft-Chef Satya Nadella aber werden die Geräte künftig anders aussehen. Der Entwickler von Microsofts AR-Headset Hololens geht sogar noch einen Schritt weiter und erklärt das Smartphone für tot.
Das Smartphone dürfte noch einige glorreiche Jahre vor sich haben.
In einem Interview sagt Nadella, dass Microsoft nach wie vor plant, neue Smartphones zu entwickeln. Diese sollen sich jedoch von aktuellen Modellen unterscheiden. Das Unternehmen wolle eine ähnliche Strategie verfolgen wie bei seinen Surface-Geräten, die ein Hybrid aus Tablet und Notebook sind. Vorstellbar wäre ein Surface-Phone. Gerüchte dazu sind allerdings nicht neu. Bereits bevor Microsoft Nokias Handy-Sparte kaufte, wurde über ein Surface-Phone spekuliert.

Microsoft hat keine Chance auf dem Smartphone-Markt
Doch statt einem Surface-Phone brachte Microsoft Smartphones mit Windows 10 Mobile auf den Markt und wollte sich in den Zweikampf zwischen iOS und Android einmischen. Dabei war vor allem die Continuum-Funktion erfolgsversprechend. Mit dieser lässt sich das Smartphone in Kombination mit Monitor, Maus und Tastatur auch als Desktop-Gerät verwenden. Der Erfolg blieb jedoch aus. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmen Gartner lag der Marktanteil des mobilen Windows-Betriebssystems im vierten Quartal 2016 bei 0,3 Prozent. Zwar arbeiten Microsoft-Entwickler weiterhin an der Continuum-Funktion. Ob ein verbesserter Desktop-Modus aber Käufer anziehen wird, bleibt fraglich.

„Das Smartphone ist tot“
Nicht nur Microsoft-CEO Nadella äußerte sich zur Zukunft des Unternehmens. Auch Alex Kipman, Entwickler der Hololens, meldete sich zu Wort. „Das Smartphone ist tot“, sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Die Leute haben es nur noch nicht gemerkt.“ Kipman ist sich sicher, dass Mixed-Reality-Geräte die nächste Entwicklungsstufe mobiler Kommunikation sein werden und Smartphones damit obsolet machen. Momentan steht das Thema allerdings nicht zur Debatte. Für die Meisten ist eine 5.500 Euro teure Hololens unerschwinglich. Es ist aber durchaus vorstellbar, das Kipman Recht behalten könnte. Denn auch Apple-Chef Tim Cook hält diese Technologie für zukunftsträchtig und stellt sie auf eine Stufe mit dem iPhone. Erste AR- oder Mixed-Reality-Elemente könnten schon im iPhone 8 zu sehen sein.
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