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Verbraucherschützer wollen O2 wegen Irreführung verklagen

München, 07.08.2017 | 14:32 | bka
Eine EU-Verordnung sorgt dafür, dass Mobilfunkanbieter seit dem 15. Juni 2017 in der Europäischen Union keine Roaming-Gebühren mehr verlangen dürfen. Telefonieren, SMS schreiben und surfen kostet im EU-Ausland nun so viel wie zu Hause. O2 macht es seinen Kunden allerdings nicht so leicht, weshalb die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nun Klage einreichen will.
Verbraucherschützer wollen O2 wegen Irreführung verklagen. (Bild: O2)
O2 hat offenbar mit der neuen EU-Verordnung zu kämpfen. Bereits Ende Juli gab der Konzern zu, das Datenvolumen von EU-Reisenden zu drosseln. Der Grund: Das Netz war überlastet. Die Folge: Im Urlaub surften britische O2-Kunden nur im Schneckentempo. Nun folgt der zweite Dämpfer in puncto Roaming. So sollen O2-Kunden erst dann im EU-Ausland gebührenfrei im Netz surfen, wenn sie zuvor eine SMS an ihren Anbieter schicken. Diese Vorgehensweise will der vzbv nun gerichtlich untersagen lassen.
 
„EU-Roaming gilt aus Sicht des vzbv automatisch und nicht erst, wenn Verbraucher ihren Telefonanbieter darum bitten. Wir sehen uns darin durch öffentliche Erklärungen der Europäischen Kommission bestätigt“, sagt Heiko Dünkel, Rechtsreferent beim vzbv. „Nach einer erfolglosen Abmahnung wird der vzbv deshalb nun gerichtliche Schritte gegen O2 einleiten.“

O2-Kunden müssen EU-Roaming selbst anstoßen

Wie O2 auf seiner Website informiert, können Kunden nur dann von den neuen Roaming-Vorschriften profitieren, wenn sie aktiv per SMS in den neunen Roaming-Tarif wechseln. „Alle O2-Kunden können ab dem 22.05.2017 den Wechsel in den regulierten EU-Roaming-Tarif per SMS vornehmen. Hierfür schickst du bitte eine SMS mit dem Kennwort „JA“ an die 65544. Du wirst dann automatisch auf den regulierten Tarif umgestellt. Nach erfolgreicher Umstellung erhältst du eine Bestätigungs-SMS“, heißt es auf der Internetseite.
 
Diesen aktiven Wechsel müssen all jene Kunden vollziehen, die bislang keinen regulierten EU-Roaming-Tarif des Anbieters haben. Nach Ansicht des vzbv verstößt diese Vorgehensweise gegen das „Irreführungsverbot des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)“: Verbraucher müssten annehmen, dass die neue Roaming-Regelung nur dann für sie gelte, wenn sie zuvor eine entsprechende SMS an O2 geschrieben hätten. Dies steht nach Ansicht des vzbv jedoch nicht mit der EU-Verordnung in Einklang. O2-Neukunden werden seit Juni automatisch auf den regulierten Tarif gebucht.
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