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Deshalb ist Datenvolumen in Deutschland so teuer
München, 19.06.201709:14bka
Rund sechs GB: So viel Datenvolumen bekommen Nutzer in Deutschland für bis zu 30 Euro. Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern ist das sehr wenig. Warum Datenvolumen hierzulande so teuer ist.
Mobiles Datenvolumen in Deutschland ist verhältnismäßig teuer.
Mobiles Datenvolumen ist in den vergangenen Jahren geradezu explodiert. Laut einer eco-Studie haben Deutsche im Jahr 2015 eine halbe Million GB verbraucht – 1.000 Mal so viel wie noch vor zehn Jahren. Nach einer Untersuchung von Statista, einem Online-Portal für Statistiken, das sich dabei auf den Digital Fuel Monitor bezieht, bekommen deutsche Mobilfunknutzer im europäischen Vergleich vergleichsweise wenig für ihr Geld. Während Kunden in den Niederlanden, in Dänemark und in der Schweiz unbegrenzt surfen können, bekommen Mobilfunkkunden hierzulande für bis zu 30 Euro gerade einmal sechs GB. Wer hierzulande ebenfalls unbegrenzt Surfen und Streamen möchte, muss rund 200 Euro pro Monat in die Hand nehmen. Doch warum ist das so?

Festnetz statt Mobilfunk

Netzbetreiber finanzieren den Ausbau des Mobilfunknetzes in der Bundesrepublik aus eigener Tasche. Dazu sind sie sogar verpflichtet. Eine staatliche Förderung, wie in vielen anderen Ländern, gibt es nicht. Zudem haben in Deutschland vergleichsweise viele Kunden noch einen Festnetzanschluss. Während hier also immer noch viel Geld ins Festnetz gesteckt wird, investieren Staaten und Netzbetreiber in Ländern wie Finnland mehr und mehr ins Mobilfunknetz. Dort sind Nutzer häufiger mobil im Internet.

Teure Frequenzen

Ein weiterer Grund: Telekom, Vodafone und O2 müssen in Deutschland Lizenzen vom Staat kaufen, um auf diversen Mobilfunk-Frequenzen senden zu können. Nach Angaben der Bundesnetzagentur flossen 2015 so knapp 5,1 Millionen Euro in die Staatskasse. Mit diesen Einnahmen fördern Bund und Länder den Breitbandausbau. Die Ausgaben, die die Mobilfunkunternehmen durch die Ersteigerung der Lizenzen haben, geben sie an ihre Kunden weiter. In anderen Ländern hingegen werden die Lizenzen kostenfrei vergeben.

Hohe Kosten für LTE-Netze

Zudem sind Ausbau und Betrieb von LTE-Netzen teuer. Hinzu kommt: In Deutschland müssen Mobilfunkanbieter große Landstriche abdecken. Im Rahmen der letzten Versteigerung von Übertragungsfrequenzen hatte die Bundesnetzagentur die Anbieter dazu verpflichtet, bundesweit 98 Prozent der Haushalte mit mobilem Breitband zu versorgen. Dadurch entstehen den Anbietern weitere Kosten.

Wenig Wettbewerb

Neben Ausgaben für Lizenzen, Ausbau und Betrieb kommt noch ein weiterer, nicht weniger relevanter Punkt hinzu: Durch die Übernahmen von E-Plus durch Telefónica gibt es weniger Anbieter. Zudem hat vor kurzem 1&1-Mutter United Internet den Mobilfunkprovider Drillisch gekauft. Dadurch wird der Wettbewerb schwächer; viele Nachfrager stehen wenigen Anbietern gegenüber.

Neues Roaming-Gesetz

Ein weiterer Aspekt, weshalb die Preise für mobiles Datenvolumen in Deutschland höher sind und aktuell sogar weiter anziehen könnten, ist das neue Roaming-Gesetz. Da Roaming-Gebühren EU-weit entfallen, holen sich Mobilfunker das Geld auf anderen Wegen von ihren Kunden. So machen sie beispielsweise Tarife nur national nutzbar oder erhöhen die Preise.

Wer hier ein Schlupfloch wittert und mit dem Gedanken spielt, sich eine günstige SIM-Karte in den Niederlanden oder in Polen zu kaufen, um hierzulande preisgünstig viel Datenvolumen zu haben, wird allerdings enttäuscht. Anbieter prüfen, ob Kunden ihren Tarif im Ausland nutzen und können Aufschläge erheben.

Aktuelle Preise

Ganz so dramatisch, wie die errechneten Durchschnittspreise des Digital Fuel Monitor, sind die Verhältnisse hierzulande jedoch nicht, wie ein Blick auf die aktuell verfügbaren Tarife deutlich macht. So bietet etwa O2 aktuell einen Geburtstags-Tarif an, der für monatlich rund 30 Euro 15 GB Datenvolumen enthält. Außerdem haben Unternehmen wie Klarmobil, Sparhandy oder Otelo fünf GB Datenvolumen für unter 20 Euro im Monat im Portfolio.
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