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Studie
Online-Dating-Dienste werden primär auf dem Smartphone genutzt
München, 21.02.201913:44mhr
Online-Dating ist vielen Menschen quer durch alle Altersgruppen mittlerweile ein Begriff. Doch wie groß ist der Anteil der Dating-App-User in der Bundesrepublik? Und hat sich das digitale Schluss-Machen per Messenger eingebürgert? 
Das erste Treffen im Café von neben an ist heutzutage Schnee von gestern. Mittlerweile hat sich jeder dritte Bundesbürger schon einmal online auf die Suche nach dem richtigen Partner begeben. Das ergab eine Studie des Digitalverbandes Bitkom, wonach 30 Prozent der Befragten angaben, bereits einen Online-Dating-Dienst genutzt zu haben. Besonders beliebt ist das digitale Dating bei jungen Leuten zwischen 16 und 29 Jahren: 41 Prozent gehen online auf Partnersuche. Doch auch bei den höheren Altersgruppen erfreut sich Online-Dating steigender Beliebtheit. Mehr als ein Drittel der 30- bis 49-Jährigen und der 50- bis 64-Jährigen gaben an, bereits im Netz nach dem potenziellen Partner Ausschau gehalten zu haben.
 
Smartphone am meisten bei der Online-Partnersuche genutzt
Am populärsten ist die Nutzung von LoveScout24, ElitePartner und Co. auf dem Smartphone. Waren es im vergangenen Jahr noch knapp die Hälfte der befragten Singles (53 Prozent), sind es in 2019 mittlerweile bereits 60 Prozent der befragten Dating-App-Nutzer. Auch das Tablet scheint ein geeignetes Medium zur Partnersuche zu sein: 47 Prozent der Nutzer von Online-Dating-Diensten verwenden das Tablet für das Kennenlernen im Internet, wohingegen es 2018 noch lediglich 39 Prozent waren.
 
Aber mit welcher App datet es sich am besten?
Am bekanntesten sind kostenpflichtige Dating-Apps wie Parship, LoveScout24 oder ElitePartner. Diese Plattformen sind 88 Prozent der Befragten bekannt. Außerdem beliebt sind Dating-Dienste wie Tinder, Grindr und Lovoo. Diese Online-Dating-Services, deren Basis-Versionen kostenlos sind, sind 39 Prozent der Befragten ein Begriff. Aber auch in sozialen Netzwerken wie Facebook werden die Single- oder Kennenlern-Gruppen gerne von 41 Prozent der befragten User genutzt.
 
Wie erfolgreich sind die Online-Dates?
Der schlechte Ruf der Online-Dating-Dienste als unverbindliche Single-Börsen eilt den Plattformen voraus, doch zutreffend ist er nicht. Schließlich findet über die Hälfte (52 Prozent) der Nutzer von Online-Dating-Portalen einen festen Partner über eine Online-Dating-App. Jeder Vierte (24 Prozent) ist sogar aktuell noch mit dem Partner zusammen, den er oder sie über einen der besagten Dienste kennengelernt hat.
 
Virtuelle Trennung
Eine weitere Bitkom-Studie lässt außerdem Rückschlüsse auf das Trennungsverhalten der Deutschen zu. Zwar scheinen sich die Paare hierzulande immer öfter auf Dating-Apps zu finden, getrennt wird sich allerdings noch zumeist persönlich. Mehr als acht von zehn Personen (83 Prozent) finden es grundsätzlich nicht in Ordnung, die Beziehung per Messenger-App, SMS oder E-Mail zu beenden. Der Trend zur virtuellen Trennung scheint sich aber abzuzeichnen. Für jeden Siebten ist ein Beziehungsende per Messenger mittlerweile in Ordnung. 2010 waren es lediglich drei Prozent, die für das Schlussmachen per Smartphone plädierten. Besonders bei jüngeren Smartphone-Usern (16 bis 29 Jahre) kommt das unpersönliche Trennen in Frage: Im Gegensatz zur Generation 65 Plus, wo nur zwei Prozent eine Trennung per SMS, Mail oder Messenger in Betracht ziehen, akzeptiert jeder Vierte der jüngsten Zielgruppe diese Art. Bei den Befragten zwischen 30 und 49 Jahren sind es lediglich 22 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen nur 10 Prozent.
 
Jeder Vierte wurde per SMS oder Messenger verlassen
Doch oft liegt das Beziehungsende nicht in den eigenen Händen: Jeder Vierte (25 Prozent) musste schon einmal schmerzlich per SMS oder Messenger von seiner Trennung erfahren. Jeder Fünfte hat laut der Bitkom-Befragung bereits per SMS oder Messenger Schluss gemacht. Immerhin gehört das persönliche Gespräch (64 Prozent) zu der weiterhin am häufigsten genutzten Trennungsmethode. Auf dem zweiten Platz befindet sich der Telefonanruf, den vier von zehn Befragten (41 Prozent) wählen.
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