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Telefónica:
Ein Mobilfunknetz mit zwei Gesichtern
München, 31.01.202017:45nha
Lange stand Telefónica wegen des schlechten Netzausbaus in der Kritik. Doch im Jahr 2019 hat der Konzern nachgerüstet. Was hat der Ausbau gebracht?
 
Telefónica rüstet in Sachen LTE nach.
Das Telefónica-Netz eröffnet die Exabyte-Ära im deutschen Mobilfunk. Im Jahr 2019 schickten Nutzer rund 1 Milliarde Gigabyte Datenvolumen durch das Telefónica-Mobilfunknetz. Das entspricht rund einem Exabyte an mobilen Daten – so viel wurde noch nie verbraucht!  

Eine Übersicht über das Bytes-Verhältnis:
 
1000 Bytes ⇔ 1 Kilobyte 
1000 Kilobytes ⇔ 1 Megabyte
1000 Megabyte ⇔ 1 Gigabyte
1000 Gigabytes ⇔ 1 Terabyte
1000 Terabytes ⇔ 1 Petabyte
1000 Petabytes ⇔ 1 Exabyte

Um das ein wenig greifbarer zu machen: Mit diesem Datenvolumen kann ein einzelner Mensch mehr als 1,5 Millionen Jahre Musik am Stück streamen.

Doch was für Netze gibt es überhaupt?

In Deutschland gibt es drei Betreiber von Mobilfunknetzen: (1) Die Deutsche Telekom, die das D1-Netz betreibt, (2) Vodafone mit dem D2-Netz und (3) Telefónica Deutschland, die das o2-Netz, auch bekannt als E-Netz, betreibt.

Laut Angaben der Netzbetreiber an die Bundesnetzagentur hat das Netz der Telekom Deutschland etwa 44,7 Millionen, das von Vodafone etwa 47,9 Millionen und das der Telefónica Deutschland etwa 45,1 Millionen Nutzer. Demnach gibt es in Deutschland etwas über 137 Millionen Mobilfunk-Verträge.  

Von den drei Netzbetreibern steht keiner so oft und nachdrücklich in der Kritik wie die Telefónica Deutschland. Der Grund scheint auf der Hand zu liegen: Telefónica hing lange Zeit in Sachen Netzqualität und Netzausbau hinter den anderen Anbietern zurück. 
 

Warum steht Telefónica am schlechtesten da?  

Der Ausbau des Telefónica-Netzes blieb durch die Zusammenlegung von E-Plus und o2 lange Zeit auf der Strecke.
Doch seitdem die Fusion weitestgehend abgeschlossen wurde, begann Telefónica mit dem Ausbau des LTE-Netzes. Alleine im Jahr 2018 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben insgesamt 6.700 neue LTE-Stationen in Betrieb genommen und so die Netzabdeckung verbessert. 

Hinzu kommt, dass der Ausbau des LTE-Netzes keine Einbahnstraße ist. Da wo neue Techniken entstehen, müssen alte Dienste weichen. 

Konkret bedeutet das folgendes:

Ein reiner 3G/UMTS-Vertrag ist heute ein großes Problem in jenen Gegenden, in denen der Netzbetreiber die herkömmlichen UMTS-Anlagen zu Gunsten von LTE-Anlagen austauscht. Dies betrifft hauptsächlich Nutzer, die einen älteren Vertrag ohne LTE abgeschlossen haben, was besonders bei zahlreichen Drittanbietern im Telefónica-Netz ins Gewicht fällt. Inzwischen haben die meisten Anbieter hier aber nachgebessert und auch bestehende Verträge für LTE freigeschaltet. 


Welche Provider nutzen das Telefónica-Netz?

Insgesamt tummeln sich auf dem deutschen Mobilfunk-Markt mehr als 70 Provider, von denen viele mit günstigsten Tarifen mit Allnet-Flat & Co werben. Über die Hälfte davon lassen ihre Nutzer im Netz der Telefónica surfen. 

Bei CHECK24 können Sie die beliebtesten Anbieter im Telefónica-Netz miteinander vergleichen. 

Um den Unterschied zwischen der Hauptmarke o2 und Fremdmarken mit Tarifen im Telefónica-Netz zu verdeutlichen, spricht der Anbieter nur bei Tarifen der Marken o2 und Blau vom o2-Netz. Alle anderen Marken verwenden für ihre Tarife die Bezeichnung Telefónica-Netz oder Netz von Telefónica. In technischer Hinsicht sind die Netze aber identisch.

Macht sich die LTE-Offensive bezahlt?

Wie mehrere Tests, unter anderem der von Computer Bild, ergaben, hat sich das Telefónica-Netz im Jahr 2019 durchaus verbessert und die Distanz zu der Konkurrenz verringert. Allerdings gilt nach wie vor, dass der Netzausbau 2 Gesichter hat.

Das schönere zeigt sich in vielen deutschen Großstädten. Dort hat das Unternehmen mit Sitz in München im vergangenen Jahr das LTE-Netz enorm ausgebaut. Das andere Gesicht zeigt sich auf dem Land, wo der Ausbau deutlich hinterherhinkt.



Auch auf Autobahnen haben Telefónica-Kunden öfters keine Verbindung, was insbesondere in Zeiten von mobil vernetzten Autos problematisch sein kann.

 

Beispiel: WhatsApp Call  

Die Auswirkungen dieses Stadt-Land-Gefälles werden besonders sichtbar, wenn man einen Blick auf die Abbruchrate von WhatsApp Calls schaut.  

So hat CHIP in einem Netztest festgestellt, dass sich die Abbruchquote der WhatsApp Calls auf dem Land erhöht. Demnach kamen 2019 im Telefónica-Netz 94 % der Calls zustande, die Abbruchrate lag folglich bei 6%. Dieses Bild bestätigt sich auch während Zugfahrten. Hier kommen lediglich 88% aller Calls zustande und über 19% davon finden ein vorzeitiges Ende.  



Anders sieht es hingegen im urbanen Raum aus: Hier lag die Abbruchrate bei nur 1,25 % - Telekom und Vodafone liegen mit einer Quote von 4 % deutlich darüber. Außerdem kommen WhatsApp Calls im städtischen Telefónica-Netz fast genauso schnell zustande wie in den Netzen der Konkurrenz.
 

Für wen lohnen sich also Verträge im Telefónica-Netz?

Insgesamt ist der Ausbau des Telefónica-Netzes weiter vorangeschritten. Es ist zu erwarten, dass der Netzausbau auch in diesem Jahr weiter voranschreitet. So erweist sich das Telefónica-Netz besonders für Städter als gute Alternative zu Telekom und Vodafone. Dennoch hinkt Telefónica besonders in ländlichen Regionen hinterher. Deshalb sollten Sie sich vorher vergewissern, wie gut die Netzabdeckung in Ihrer Region ausfällt. Das können Sie bei o2 mittels einer virtuellen Karte individuell prüfen.  
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