Netzabdeckung - Telekom, Vodafone oder Telefónica?

Netzabdeckung - Telekom, Vodafone oder Telefónica?

Wir bei CHECK24 zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Wahl des Mobilfunknetzes achten sollten und wie Sie der Gefahr des schlechten Netzes aus dem Weg gehen. 
Ein brandneues Handy und der beste Mobilfunkvertrag sind überflüssig, wenn die Netzabdeckung Ihres Mobilfunkanbieters permanent zu wünschen übrig lässt.

Besonders in ländlichen Räumen haben sich viele Menschen mittlerweile damit abgefunden, dass sie weder ordentlich telefonieren noch surfen können. Noch ärgerlicher ist es, wenn Ihr Handy die Meldung „kein Netz“ an Orten anzeigt, an denen Sie sich oft aufhalten.

Auf der Suche nach dem passenden Handyvertrag mit Smartphone oder ohne Smartphone sollten Sie sich deswegen unbedingt mit der Netzabdeckung in Ihrer Region auseinandersetzen. Oftmals lässt sich das Problem mit der schlechten Netzqualität nämlich vermeiden.

Bei uns erfahren Sie alles Wichtige rund ums Thema Netzabdeckung. Dabei helfen wir Ihnen herauszufinden, wie weit die jeweiligen Netzbetreiber den Netzausbau in Ihrer Region vorangetrieben haben und welche Mobilfunkanbieter auf dieses Netz zurückgreifen.

Schlechter Empfang lässt sich vermeiden – das Wichtigste auf einen Blick:

  • Deutschlandweit unterscheidet sich die Netzabdeckung von Ort zu Ort.

  • Während die Netzabdeckung in städtischen Gebieten bei allen drei Netzbetreibern (Telekom, Vodafone, Telefónica) ordentlich ist, variiert die Netzabdeckung der drei Betreiber in ländlichen Gebieten. 

  • Generell schneidet das Telekom-Netz deutschlandweit am besten ab, dicht gefolgt vom Vodafone-Netz. Das Telefónica-Netz belegt den dritten Rang. 

  • Prüfen Sie mit der offiziellen Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur die Netzabdeckung an Orten, an denen Sie sich oft aufhalten, um einen Tarif im für Sie bestmöglichen Netz auszuwählen.

  • Dabei gilt: Es muss nicht zwangsläufig der teure Mobilfunktarif bei den Netzbetreibern selbst sein, um vom besten Netz profitieren zu können. Zahlreiche Drittanbieter agieren oftmals zu günstigeren Preisen in Ihrem Lieblingsnetz, unser Handytarifvergleich zeigt Ihnen wer.

Welche Netzbetreiber gibt es in Deutschland? 

Unter dem Begriff Netzbetreiber werden diejenigen Mobilfunkanbieter zusammengefasst, die über ein eigenes Mobilfunknetz verfügen und dieses öffentlich betreiben, sodass darauf Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden angeboten werden können. 

Zu diesem Zwecke erwirbt der jeweilige Mobilfunkanbieter bei staatlichen Stellen, wie der Bundesnetzagentur, Sendelizenzen für einen bestimmten Zeitraum

In Deutschland gibt es nach dem Zusammenschluss von E-Plus und o2 aktuell drei Netzbetreiber, die für den Ausbau und die Qualität der Mobilfunknetze verantwortlich sind:
  1. Telekom
  2. Vodafone
  3. Telefónica
Diese drei Netzbetreiber treten zum einen als Mobilfunkanbieter auf und vertreiben unter ihrem Namen Mobilfunktarife und Prepaid SIM-Karten. 

Zum anderen vermieten sie Ressourcen in Form von Minuten, SMS und Datenvolumen an eigenständige Mobilfunkanbieter oder bieten über Tochtergesellschaften und -marken weitere Tarife an. 

Damit steht fest: Bei welchem Mobilfunkanbieter Sie Ihren Mobilfunktarif letztendlich abschließen, Sie surfen und telefonieren immer im Netz von der Telekom, Vodafone oder Telefónica.

Welcher Mobilfunkanbieter greift auf welches Netz zurück?
TelekomVodafoneTelefónica (o2)
callmobile, congstar, crash, FCB Mobil, freenet Mobile, HIGH, klarmobil, mobilcom debitel1&1, allmobil, crash, freenet Mobile, FYVE, klarmobil, LIDL Connect, mobilcom debitel, NetAachen, Netcologne, otelo, web.de1&1, Bildconnect, Blau, eteleon, galaxyexperte.de, GMX, handyvertrag.de, maXXim, MegaSim, mobilcom debitel, o2, PremiumSIM, sim.de, simplytel, smartmobile.de, Tchibo, winSIM

Netzabdeckung: 2G, 3G, 4G oder doch 5G?

Einige Mobilfunkanbieter bewerben ihre Tarife mit Maximalgeschwindigkeiten von bis zu 500 MBit/s, was sich zunächst einmal vielversprechend anhört.

Doch ebenso wichtig, wie das Thema der Tarifgeschwindigkeit, ist die Frage nach der Netztechnologie, auf die Ihr Smartphone überhaupt zugreifen kann. Denn superschnelles LTE (4G) ist außerhalb von Großstädten nicht in jeder Region und jedem Mobilfunknetz verfügbar. 
 
So sollte für ein halbwegs akzeptables Datentempo mindestens UMTS – der Mobilfunkstandard der 3. Generation -  vorhanden sein. Denn mit der uralten GSM-Technik (2G) können die immer größere werdenden Datenmengen nicht mehr übertragen werden. 2G, 3G, 4G oder doch 5G?
 
Doch im Zuge der 5G-Auktion der Bundesnetzagentur haben sich die Netzbetreiber dazu verpflichtet, das LTE-Netz in den kommenden Jahren massiv auszubauen. Im Gegenzug wird dem 3G-Netz nach 15 Jahren der Stecker gezogen, um Platz für die neueste 5G-Technologie zu machen.

Weil noch einige Zeit vergehen wird, bis der Ausbau des Mobilfunkstandards der 5. Generation vollständig abgeschlossen ist, bleibt der LTE-Standard weiterhin das Maß aller Dinge.

Mehr zum Thema 5G erfahren Sie in unserem Ratgeber: 5G-Netz: Was es nützt und welche Handys es können!

Telekom, Vodafone oder Telefónica, wer hat beste Netz?

Um herauszufinden welcher der drei Netzbetreiber über das beste Mobilfunknetz verfügt, schicken die Fachzeitschriften "Connect" (Quelle) und "Chip" (Quelle) einmal im Jahr ihre Tester quer durch die Bundesrepublik.

Diese führen im Rahmen des Tests zahlreiche Telefonate und prüfen die Internetverbindung hinsichtlich der Qualität und Abdeckung. Dabei werden urbane sowie ländliche Gebiete, ebenso wie Autobahnstrecken und Bahn-Routen, berücksichtigt.

In beiden Fachzeitschriften belegt das Netz der Telekom den 1. Rang – sowohl bei der Sprachqualität als auch in der Datenübertragung. Die wohl größte Stärke ist allerdings die LTE-Netzabdeckung der Telekom.

In keinem anderen Netz fällt das Stadt-Land-Gefälle so klein aus, wie bei dem Anbieter mit Sitz in Bonn. Damit surfen und telefonieren Sie sowohl in der Stadt als auch auf dem Land in einwandfreier Qualität.

Den 2. Platz belegt das Vodafone-Netz. So hat der Anbieter sein LTE-Netz in den letzten Jahren großzügig ausgebaut und verfügt in einigen Großstädten über eine bessere Netzabdeckung als die anderen beiden Netzbetreiber.

Auch auf dem Land schreitet der Ausbau stetig voran, ist allerdings nicht so weit ausgeprägt, wie in urbanen Regionen.
In Folge leidet die Surfgeschwindigkeit in ländlichen Gebieten stellenweise.

Darüber hinaus hat das Vodafone-Netz die beste 3G-Netzabdeckung. Auch wenn der Ausbau des LTE-Netzes vorangetrieben wird und die 3G-Netzabdeckung konsequent an Bedeutung verliert, ist Vodafone weiterhin Spitzenreiter in dieser Kategorie.

Den 3. Platz im Ranking belegt das Telefónica-Netz. Dieses schneidet im Vergleich zu den Vorjahren deutlich besser ab, was daran liegt, dass die Fusion des E-Plus und o2-Netzes weitestgehend abgeschlossen ist.

Besonders in Großstädten hat der Konzern mit Sitz in München sein LTE-Netz enorm ausgebaut und die Distanz zu Vodafone und der Telekom deutlich verringert. Im ländlichen Raum ist der Netzausbau allerdings noch nicht so weit fortgeschritten.

Sicherlich helfen Ihnen diese Tests dabei einen groben Überblick über die deutschlandweite Netzabdeckung zu erhalten – lokal kann die Qualität jedoch sehr unterschiedlich ausfallen.

Wie lässt sich die Netzabdeckung vor Ort prüfen?

Der Handyempfang lässt sich vor Ort mit der offiziellen Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur prüfen. Dazu geben Sie einfach Ihre Adresse in die betreffende Suchleiste ein und Ihnen wird detailgetreu angezeigt, wie weit der Netzausbau in Ihrem Wohnort vorangeschritten ist.

Außerdem können Sie mit der Test-App weitere Funklöcher melden, um die Netzabdeckung in Ihrer Region zu verbessern. So hat die Bundesnetzagentur mit der Vergabe der neue 5G-Frequenzen die Netzbetreiber dazu verpflichtet, ihr 4G-Netz auszubauen – besonders in Regionen in denen der Netzausbau zu wünschen übriglässt.

Allerdings sollten Sie dabei bedenken, dass die Aussagekraft der Karte maßgeblich davon abhängt, wie intensiv die App genutzt wird. So kann ein "Kein-Empfang"-Punkt auf der Karte ebenso bedeuten, dass bisweilen keine Einträge in der jeweiligen Region verzeichnet wurden.

Übrigens: kein Empfang muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Sie nicht telefonieren können. Nämlich dann nicht, wenn Ihr Smartphone sowie Ihr Handyvertrag Voice over LTE oder WLAN-Anrufe unterstützen.

Wie lässt sich die Netzqualität vor Ort prüfen?

Deswegen kann Ihnen sicherlich das Gespräch mit den Nachbarn, Bekannten und Verwandten in der nahen Umgebung dabei helfen, mehr über die Qualität Ihres Netzes herauszufinden

Ein wichtiger Hinweis: Stellen Sie sicher, dass Sie im Rahmen Ihres Tarifs das LTE-Netz (4G) nutzen können. Alle drei Netzbetreiber stellen ihre Handynetze mehr und mehr auf die neuen Technologien LTE und 5G um, zum Nachteil der älteren Mobilfunkstandards.

Welcher Netzbetreiber hat nun die beste Netzabdeckung?

Die Antwort auf diese Frage lautet, wie so oft: Das kommt darauf an!
  • Falls Sie einen Tarif mit optimaler Netzabdeckung suchen und nichts dem Zufall überlassen wollen, dann sind Sie im D1-Netz der Deutschen Telekom bestens aufgehoben.

  • ​Allerdings lässt sich die Telekom ihr Mobilfunknetz auch gut bezahlen. Von daher lohnt es sich, einen Blick auf die Tarifangebote der anderen Anbieter mit Telekom-Netz, wie congstar oder High, zu werfen.

  • Preiswerter sind die vielen Tarife im D2-Netz von Vodafone, welche in den meisten Fällen ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis versprechen.

  • ​So sind die Unterschiede beim Telefonieren und Surfen zwischen den D-Netzen minimal. Besonders in der Stadt gibt es keinen nennenswerten Unterschied.

  • Auf der Suche nach einem möglichst günstigen Tarif werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Tarif im Mobilfunknetz von Telefónica (o2) stoßen.

  • ​Zwar kann das Telefónica-Netz in puncto Qualität und Ausbau nicht ganz mit den D-Netzen mithalten, was für Sie aber nicht zwangsläufig ein K.O.-Kriterium sein sollte.

  • Für preisbewusste Handynutzer kann ein Tarif im Telefónica-Netz oft die richtige Wahl sein – vor allen Dingen, weil Telefónica den Netzausbau in Städten deutlich vorangetrieben hat.

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Niklas Hadel
Online-Redakteur
Bereiche: Mobilfunk, News
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